
Über Hochzeits-DJs gibt es viele Mythen und Clichés. Ich habe heute ein paar Fakten für euch. Hier sind meine fünf überraschenden Geständnisse:
1. Ich gestehe, dass ich den Sync-Button benutze 🤖🎶
Der berüchtigte Sync-Button ist in der DJ-Welt ein heiß diskutiertes Thema. Er sorgt dafür, dass zwei Songs automatisch im gleichen Tempo laufen und nimmt einem so einen zeitfressenden Task beim Mixen sauberer Übergänge ab – für viele ein absolutes No-Go, weil "echte" DJs das natürlich von Hand machen. Aber nach der Argumentation muss man für ein "echtes" Feuer Stöckchen aneinander reiben, obwohl man ein Feuerzeug in der Tasche hat.
Und ja: Ich kann es auch manuell, mixe fast alle meine Übergänge von Hand und finde es besser, wenn die Sync-Funktion nicht bei jedem Übergang zum Einsatz kommt. Aber seien wir ehrlich: Der Sync-Button ist ein verdammt praktischer Helfer! Ich nutze ihn sporadisch, wenn es mal schnell gehen muss. Dadurch habe ich mehr Kapazitäten für ausgefeiltere Übergänge und spontane Song-Ideen. Damit bin ich nicht alleine. Auch internationale Star-DJs geben inzwischen offen zu, dass sie den Sync-Button einsetzen. Aus den gleichen Gründen wie ich. Dem Publikum ist das bis auf wenige Ausnahmen egal - Hauptsache es klingt gut.
2. Ich gestehe, dass ich Playlists abspiele 📱🔊
Schockierend, ich weiß! Aber an meinem Mixer hängt immer zusätzliches ein iPad mit einer Playlist. „Hä? Der legt doch live auf?!“ Ja, das tue ich. Die Playlist läuft meistens stumm durch und kommt nur in bestimmten Momenten zum Einsatz:
- Während des Empfangs und Abendessens, wenn die Tanzfläche ohnehin leer ist und ich mir auch mal ein Häppchen gönnen darf.
- Bei technischen Problemen, damit die Musik nicht verstummt, wenn sich die DJ Software mal aufhängt.
- Beim Abbauen - da läuft dann nur noch das, was ich hören will!
3. Ich gestehe, dass ich fast die Hälfte der Zeit nicht weiß, was ich als nächstes spiele 🤷♂️🎵
Klingt unprofessionell? Im Gegenteil! Ein guter DJ reagiert spontan auf die Stimmung. Ich plane also nicht den ganzen Abend durch, sondern warte fast immer bis zur Hälfte des aktuellen Songs, um zu sehen, wie die Tanzfläche reagiert. Anhand eurer Reaktionen entscheide ich, welches Lied als nächstes läuft.
Natürlich habe ich eine grobe Idee und ein paar Songs im Kopf, aber ich improvisiere viel. Denn mal ehrlich – die besten Partys sind die, bei denen man nicht alles vorher durchchoreografiert, sondern sich voll aufs Publikum einlässt.
4. Ich gestehe, dass ich nur Knöpfchen drücke 🎛️
Richtig, das ist ein wichtiger Teil meines Jobs. Genau so wie bei Piloten, die machen nämlich auch nicht viel mehr. Was DJs und Piloten ebenfalls gemeinsam haben? Wenn wir aufhören, Knöpfchen zu drücken, geht es meistens sehr schnell sehr steil bergab.
5. Ich habe eine Pipi-Playlist 🚻🎶
Hochzeiten sind Marathon-Gigs. 6 bis 8 Stunden nonstop am DJ-Pult – irgendwann kommt der Ruf der Natur.
Und genau dafür habe ich eine geheime Waffe: Meine Pipi-Playlist! Ein Ordner mit richtig guten Songs, die mindestens 4 Minuten lang sind und aus verschiedensten Jahrzehnten und Genres stammen. So kann ich mal eben verschwinden, und rechtzeitig zurück sein, bevor die Musik aus ist. Meistens reicht die Zeit sogar zum Hände waschen!
So, das waren sie – meine 5 Geständnisse als Hochzeits-DJ 😅 Ich hoffe, ihr könnt mit den Wahrheiten umgehen und habt jetzt einen kleinen Blick hinter die Kulissen meiner Gigs bekommen. Vielleicht bald bei eurer Hochzeit? Meldet euch!
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